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Retro-Chalet und Community-Retreat

Innovation und Tradition, Startup-Feeling und 400-jährige Geschichte, kreative Ideen aus dem urbanen Raum und die Ruhe des Landlebens, all das vereint der Mesnerhof in Steinberg am Rofan. Ein Hüttenparadies für Selbstversorger – egal ob zum Co-Worken oder zum gemeinsam Relaxen.

„Kreative siedeln sich in den Städten häufig in Gebäuden mit Geschichte an. Warum sollten sie in ein fünf Sterne Hotel ohne Charme, wenn sie sich für ein paar Tage zum Arbeiten auf dem Land wegsperren?“ Das war die Überlegung hinter der Restaurierung des 400 Jahre alten Mesnerhofs, den Georg Gasteiger aus der Familie übernommen hat. Die Idee kam nicht von ungefähr: Georg hatte als Betriebswirt und Projektleiter für Banken und Medienunternehmen gearbeitet, zuletzt bei der österreichischen Förderbank in der Abteilung für Kreativwirtschaft und Innovation und kam so in Kontakt mit jungen Kreativen und Firmengründern.

Doch nicht nur Start Ups und Kreative will der Mesnerhof ansprechen, auch Touristengruppen bis zu zehn Personen sollen in dem Chalet zusammenkommen – Familien, Freunde, Schulkollegen. Der Hof soll ein Rückzugsort für gemeinsame Aktivitäten sein, oder neudeutsch: ein Community-Retreat – unweit von München und Innsbruck, nur 15 Minuten weg vom Achensee, mit Wanderrouten und Mountainbiketouren direkt vor der Haustür.

Nach fünf Jahren Planung und vier Monaten Restaurierung wirkt der Mesnerhof-C heute überraschend ursprünglich und alles andere als zu Tode saniert. „Wir haben das Alte sehr stark gelten lassen“, erklärt Georg Gasteiger. „Häufig werden wir gefragt, was wir überhaupt restauriert hätten.“ Gerade für internationale Gäste, die das Chalet häufig über Airbnb finden, sei der Aufenthalt eine Zeitreise. Der Weg vom alten Mesnerhof zum authentischen und nicht mit Alpinkitsch überfrachteten Chalet war kein jedoch leichter: Die Grundstruktur des Hauses war so schlecht, dass es kurz vor dem Einsturz stand.

Mesnerhof_08

Doch böse Überraschungen bei der Restaurierung haben Georg, der mittlerweile seinen alten Job gekündigt hat, um sich um den Mesnerhof zu kümmern, und seine Frau Barbara nicht davon abgehalten, nach der ersten Restaurierungsphase weiter zu machen und ins nächste, noch größere Projekt zu investieren. Im selben Gebäude entstand im vergangenen Sommer aus dem ehemaligen, 400 Quadratmeter großen Heustadel ein „Camp“, das seit Juli Platz für 27 Personen bietet. Die Idee dahinter: die Neuinterpretation eines Berglagers, leistbares Leben in den Bergen, eine Kombination aus Co-Working und Co-Living. Der Schlafbereich bietet mit seinen elf so genannten Nestern Intimsphäre, sonst zeichnet sich das Camp über offene, bis zu sechs Meter hohe, lichtdurchflutete Räume aus. Ab 16 Personen kann man das Camp exklusiv buchen, zusammen mit dem Mesnerhof Chalet stehen bis zu 37 Schlafplätze zur Verfügung. Über Silvester ist das Camp übrigens noch nicht gebucht – wer mindestens vier Nächte bleiben möchte, kann sich hier einbuchen. 

Mehr über den Mesnerhof unter: www.mesnerhof-c.at

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