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Skandinavische Midlayer: Ausgeklügelte Technik und minimalistisches Design

Egal ob Großstadt oder Gebirge – wenn das Wetter verrückt spielt, braucht man einen Pulli, der einen weder schwitzen noch frieren, dafür aber verdammt gut aussehen lässt. Die Kombi hohe Funktion plus schlichtes Design ist die Spezialität von skandinavischen Firmen wie Houdini, Norrøna oder Fjällräven.

Nordmänner und -frauen müssen die härtesten Vertreter der menschlichen Gattung sein, denn sie kennen weder Schmerz noch Kälte – oder etwa doch? Doch. Genauso wenig wie Wikinger oberkörperfrei, allein mit einem Wolfspelz um die Schultern geschlungen, durch eisige Temperaturen gestapft sind, machen es heute ihre Nachfahren. Es sei denn, sie waren zuvor in der Sauna – dann wird der nächstliegende Schneehaufen gern auch mal nackt angesteuert. Generell war und ist funktionale Kleidung gerade im Norden von großer Bedeutung. Nordeuropäischen Unternehmen wie Houdini, Norrøna und Fjällräven wird dabei sozusagen naturgegeben besondere Kompetenz nachgesagt, während sie sich im Design – typisch skandinavisch – der Funktionalität und dem Minimalismus verschrieben haben.

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Houdini präsentiert mit seinem modischen Baseball Jacket für 160 Euro ein Oberteil, das sich durch seine Farbgebung und den schlichten, cleanen Style nicht nur in der Berghütte, sondern auch im Büro gut macht. Bei der Funktionalität steht die Jacke anderer Outdoorkleidung der schwedischen Marke trotzdem in Nichts nach. Das atmungsaktive Außenmaterial Polartec Power Dry, an dessen Entwicklung Houdini beteiligt war, hält warm und trocken. Innen sorgt Microfleece für ein kuschliges Tragegefühl und dafür, dass Schweiß abtransportiert wird. Hat die Jacke mal ausgedient, kann man sie bei Houdini zurückgeben. Dort wird sie recycelt oder an einen Second-Hand Store weitergegeben.

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Wer auf schlichtes Retro-Design mit unaufgeregter Farbgebung steht und einen Kapuzenpulli für die kommende Freeride-Saison sucht, ist mit dem Röldal Thermal Pro Hoodie von Norrøna gut beraten. Die Polartec Thermal Pro Faser sorgt für Isolation, Atmungsaktivität und Feuchtigkeitsregulierung. Der 199 Euro teure Pulli entspricht der Unternehmensphilosophie, die das norwegische Familienunternehmen „Loaded Minimalism“ nennt. Damit gemeint sind Produkte in verspielten Designs und Farben, die sich dennoch vor allem auf ihren Zweck als Outdoorklamotte konzentrieren: Ohne unnötiges Chi-Chi, aber mit allem was man draußen braucht.

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In Design und Farbgebung ähnlich schlicht, aber mit einem Frontreißverschluss kommt der Abisko Trail Hoodie von Fjällräven für 120 Euro daher. Dank der Kombination verschiedener Fleecematerialien hält der Zip-Hoodie zuverlässig warm und besticht trotzdem durch geringes Gewicht und Packmaß. Fjällräven benutzt für den feuchtigkeitsableitenden und schnelltrocknenden Hoodie recyceltes Polyester, das aus zerkleinerten Soda-Flaschen und alten Textilien hergestellt wird. Die Idee zu Fjällräven hatte Firmengründer Åke Nordin übrigens schon im Alter von 14, als sich der Pfadfinder aus einem Holzrahmen, Baumwollstoff und Lederriemen einen eigenen Rucksack baute. Den Pfadfinder-Charme haben sich die Schweden genau wie die typischen Lederdetails an ihren Produkten bis heute erhalten – vielleicht kommt Fjällräven deshalb so gut beim Großstadt-Hipster an.

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