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Gravelbikeparadies zwischen Starnbergersee und Ammergauer Alpen

Endlose Schotterstraßen, einsame Wälder, schroffe Berggipfel und saftig grüne Hügel. Dazwischen glasklare Flüsse, Seen und gemütliche Biergärten. Outville-Gründer Christian Wander verrät seine sieben Lieblingstouren rund um den Staffelsee – zwischen Starnberger See, Walchensee und den Ammergauer Alpen.
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Es gibt Orte, die entdeckt man auf Reisen. Und es gibt Orte, die direkt vor der eigenen Haustür liegen. Für mich ist das Gravelbike-Paradies rund um den Staffelsee genau so ein Ort. Hier habe ich vor Jahren das Gravelbiken für mich entdeckt und selbst nach unzähligen Stunden im Sattel entdecke ich noch immer neue Wege, neue Ausblicke und neue Lieblingsplätze.

Zwischen dem Hohen Peißenberg und dem Starnberger See im Norden, den Ammergauer Alpen und Garmisch-Partenkirchen im Süden sowie dem Walchensee im Westen erstreckt sich ein schier endloses Netz aus kleinen Nebenstraßen, Forstwegen, Schotterpisten und einfachen Singletrails. Kaum eine Region bietet auf so engem Raum eine vergleichbare Vielfalt. Mal führen die Wege durch ausgedehnte Wälder und stille Moorlandschaften, über sanfte Hügel mit weitem Blick auf Wetterstein, Estergebirge und die Gipfel der Ammergauer Alpen und dann mitten hinein ins Gebirge. Dazwischen laden glasklare Flüsse und Seen an heißen Sommertagen immer wieder zu einer erfrischenden Abkühlung ein.

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Sieben Gravelbike Touren rund um den Staffelsee

Die sieben Gravelbike Touren in diesem Guide starten und enden alle in Uffing am Staffelsee. Mal kurz und knackig, mal sportlich und alpin, mal entspannt mit viel Flow – jede Runde hat ihren ganz eigenen Charakter. Und das Beste: Nach jeder Tour wartet der Staffelsee. Ein Sprung ins kühle Wasser, ein wohlverdientes Getränk im Biergarten Alpenblick oder ein Kaffee mit hausgemachtem Kuchen bei Back & Brau sind der perfekte Abschluss eines erlebnisreichen Tages auf dem Gravelbike. Für mich gibt es kaum einen besseren Ort.

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Tour 1: Feierabendrunde durchs Blaue Land

Nicht jede Graveltour braucht spektakuläre Gipfel oder endlose Anstiege. Manchmal reicht eine Handvoll perfekter Schotterwege, sanfte Hügel, einsame Wälder und ein tolles Bergpanorama, um eine gute Zeit auf dem Bike zu haben. Genau dafür steht diese Runde. Auf 50 Kilometern und rund 660 Höhenmetern verbindet sie abwechslungsreiche Gravelpassagen mit ruhigen Nebenstraßen und gehört zu den Touren, die ich regelmäßige fahre – egal ob als sportliche Feierabendrunde oder entspannte Wochenendausfahrt.

Von Uffing führt die Route zunächst über Bad Kohlgrub nach Bad Bayersoien. Weitläufige Moorwiesen, Wälder und die markanten Gipfel der Ammergauer Alpen prägen das Bild. Der Untergrund wechselt ständig zwischen festem Schotter und ruhigen Nebenstraßen, sodass sich schnell ein angenehmer Fahrfluss einstellt. Hinter Bad Bayersoien wird es noch ruhiger. Über Geigersau und Kirnberg führen einsame Forstwege durch dichte Wälder und über offene Höhenrücken. Immer wieder öffnet sich der Blick auf das Alpenvorland, bevor die Route bei Schöffau erneut in abwechslungsreiche Waldpassagen eintaucht. Genau dieser ständige Wechsel zwischen lichten Bergwäldern, Wiesen und kleinen Weilern macht den besonderen Reiz der Runde aus. Über Grasleiten und Deimenried rollt es schließlich entspannt zurück Richtung Staffelsee. Die letzten Kilometer verlaufen fast wie von selbst, während die Gipfel der Ammergauer am Horizont immer kleiner werden.

Tour 1 und Tour 2 lassen sich auch sehr gut zu einer großen Runde kombinieren.

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Tour 2: Gravelrunde durchs Blaue Land zu den Osterseen

Wer auf der Suche nach einer entspannten, landschaftlich abwechslungsreichen Graveltour ist, wird diese Runde lieben. Auf knapp 67 Kilometern und rund 730 Höhenmetern verbindet sie stille Moorlandschaften, versteckte Seen und abwechslungsreiche Schotterwege zu einer Tour, die weniger von steilen Anstiegen als von ihrem konstanten Flow lebt. Perfekt für alle, die viele Kilometer sammeln möchten, ohne dabei ständig an ihre Belastungsgrenze zu gehen.

Vom Staffelsee rollt man zunächst auf ruhigen Wirtschaftswegen über Tauting und Egenried durch die sanfte Hügellandschaft des Pfaffenwinkels. Weite Wiesen, kleine Waldstücke und kaum Verkehr sorgen dafür, dass man schnell seinen Rhythmus findet. Hinter Tradlenz wird die Landschaft noch ursprünglicher. Zwischen kleinen Forstwegen und idyllischen Weihern führt die Route zum versteckt gelegenen Streitberger Weiher und weiter in Richtung Osterseen. Spätestens hier zeigt die Tour ihren besonderen Charakter. Tiefblau schimmernde Seen wechseln sich mit Moorflächen, Schilfgürteln und lichten Wäldern ab. Rund um den Großen Ostersee folgt ein landschaftlicher Höhepunkt dem nächsten. Immer wieder lohnt sich eine kurze Pause – sei es für einen Sprung ins glasklare Wasser oder einfach, um die besondere Ruhe dieser einmaligen Naturlandschaft zu genießen. Über Iffeldorf und Habach führen abwechslungsreiche Gravelwege zurück Richtung Süden. Kleine Anstiege wechseln sich mit schnellen Forststraßen und verkehrsarmen Nebenwegen ab, bevor man über Aidling und den Riegsee das Blaue Land erreicht. Mit den Ammergauer Alpen und dem Wettersteinmassiv im Blick rollt es entspannt nach Murnau und schließlich entlang des Staffelsees zurück nach Uffing.

Eine Tour, die zeigt, dass großartige Gravelerlebnisse nicht immer spektakuläre Gipfel brauchen. Stattdessen warten stille Wege, glasklare Seen und eine Landschaft, die ihren ganz eigenen Rhythmus vorgibt – perfekt für warme Sommertage und alle, die Natur lieber genießen als abhaken.

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Tour 3: Pfaffenwinkel Giro mit einem Abstecher zum Hohen Peißenberg

Der Hohe Peißenberg gilt nicht ohne Grund als "Bayerns Rigi". An klaren Tagen reicht der Blick vom Alpenrand bis weit ins Alpenvorland. Diese abwechslungsreiche Graveltour verbindet den aussichtsreichsten Hügel der Region mit einsamen Forstwegen und kleinen Nebenstraßen. Auf 70 Kilometern und rund 1.000 Höhenmetern wartet eine sportliche Runde, die weniger von steilen Rampen und technischen Schotterpassagen lebt als von ihrem flüssigen Rhythmus und ständig wechselnden Landschaftsbildern.

Vom Staffelsee führt die Route zunächst über Huglfing und Berg durch die sanfte Hügellandschaft des Pfaffenwinkels. Auf kleinen Wirtschaftswegen und verkehrsarmen Nebenstraßen rollt es entspannt dahin, während der Blick immer wieder über Wiesen, Felder und die Gipfelkette der Bayerischen Alpen schweift, einschließlich dem freistehenden Hohen Peißenberg. Über Polling geht es zunächst schottrig entlang der Ammer nach Peißenberg, wo der längste Anstieg des heutigen Tages auf den Hohen Peißenberg beginnt. Kilometer für Kilometer windet sich die kleine Nebenstraße dem aussichtsreichen Gipfel entgegen. Oben angekommen wartet eines der schönsten Panoramen des bayerischen Voralpenlandes. Bei guter Fernsicht reicht der Blick vom Karwendel über das Wettersteingebirge und die Ammergauer Alpen bis weit hinein ins Allgäu.

Nach der rasanten Abfahrt Richtung Hohenpeißenberg wird es wieder ruhiger. Über Böbing führen abwechslungsreiche Forstwege und Schotterstraßen durch Wälder und über offene Höhenrücken nach Schöffau. Immer wieder öffnen sich neue Ausblicke auf das Alpenvorland und die umliegenden Bergketten, bevor die Route langsam wieder Richtung Staffelsee abfällt. Zurück in Uffing, gönnt man sich zum Abschluss noch ein leckeres Stück Kuchen beim Back & Brau oder ein erfrischendes Kaltgetränk samt Schwimmeinheit im Alpenblick.

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Tour 4: Gravelrunde durch die Ammergauer Alpen

Wer die Ammergauer Alpen einmal von ihrer ruhigen Seite erleben möchte, ist auf dieser Gravel Runde genau richtig. Auf 82 Kilometern und rund 1.300 Höhenmetern führt sie abwechslungsreich über schnelle Forststraßen, durch einsame Bergwälder und entlang aussichtsreicher Höhenzüge.

Vom Staffelsee geht es zunächst über Bad Kohlgrub, Saulgrub und Altenau nach Unternogg im Ammertal. Dabei stetiger Begleiter, der schroffe Gipfelaufbau der Großen Klammspitze. Anfangs folgt die Route der Halbammer, bevor sich die Forststraße in langen Kurven durch den lichten Bergwald immer weiter hinauf ins Herz des Ammergebirges. Der feste Untergrund rollt hervorragend und die Anstiege ziehen sich angenehm gleichmäßig durch den Wald. Nach einer kurzen Abfahrt vom höchsten Punkt der heutigen Runde und einem kleinen Gegenanstieg erreicht man ein offenes Alm Gelände, bevor es dann entlang des Halblechs rasant bergab nach Halblech geht. Mit den markanten Gipfeln der Tannheimer und Allgäuer Alpen im Rücken, rollt man über das historische Königssträßchen entlang des Nordrands der Ammergauer zurück Richtung Unternogg. Über einen holprigen Waldweg erreicht man die spektakuläre Ammerschlucht bei Scheibum. Hier lohnt sich eine längere Pause – zum Füße abkühlen, Schwimmen oder für einen Sprung von den Felsen in die glasklare Ammer. Wem das zu frisch ist, kann ein paar Kilometer weiter in den warmen Moorsee von Bad Bayersoien springen, bevor man die letzten Kilometer durch Moorlandschaften, sanfte Wiesenhügel und Wälder zurück nach Uffing in Angriff nimmt. 

Eine landschaftlich abwechslungsreiche Gravelrunde, abseits des Trubels und ohne größere fahrtechnische Herausforderungen. Dank der zahlreichen Bademöglichkeiten an Flüssen und Seen sowie den vielen schattigen Waldpassagen, eignet sich die Tour auch für warme Sommertage. 

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Tour 5: Kanada Feeling auf dem Walchensee Loop 

Diese anspruchsvolle Runde beweist eindrucksvoll, dass es nicht unbedingt die höchsten Pässe sein müssen, um alpines Feeling aufkommen zu lassen. Auf 83 Kilometern und knapp 1.200 Höhenmetern verbindet sie einsame Forststraßen, steile, technische Schotterpassagen und gleich zwei der schönsten Täler Oberbayerns zu einer abwechslungsreichen Graveltour mit echtem Abenteuercharakter und Kanada Feeling.

Von Uffing rollt man zunächst entspannt um den südwestlichen Teil des Staffelsees. Über einen kleinen Höhenzug wechselt man auf die Murnauer Moos Seite und pedaliert über Moosrain und Grafenaschau, mit Blick ins Estergebirge, nach Eschenlohe. Hier startet das Gravel Abenteuer. Schon bald verschwindet der Asphalt unter den Reifen und die Route taucht in die dichten Wälder des Eschenlainetals ein. Tief eingeschnitten windet sich die Eschenlaine durch den Bergwald. Der Forstweg folgt dem glasklaren Bach, vorbei an moosbewachsenen Felsen und steilen Hängen. Immer wieder steilt der Waldweg auf und technisch anspruchsvolle, grobschottrige Bergaufpassagen fordern die Uphill-Skills auf dem Gravelbike. Je nach Kondition und Reifenwahl darf hier auch immer wieder kurz geschoben werden. Nach rund 550 Höhenmetern erreicht man den Scheitelpunkt und schießt auf einer breiten Schotterstraße in weiten Serpentinen hinunter nach Einsiedeln am Walchensee. Dort empfängt einen das türkisblau leuchtende Wasser des bis zu 190 Meter tiefen Bergsees, auf dem sich im Sommer Tretbootfahrer, SUPer und vor allem Windsurfer und Kiter vergnügen. Und das Bergpanorama mit Soiernspitze, Herzogstand und Zugspitze zählt zweifelsohne zu den schönsten in den Bayerischen Alpen. Da lohnt sich auf alle Fälle eine Pause und vielleicht auch ein Sprung ins kalte Wasser.

Der Rückweg vom Walchensee führt von Urfeld aus ein kurzes Stück auf der Kesselbergstraße Richtung Kochelsee. Schon kurz hinter der Passhöhe verschwindet der Verkehr wieder. Ein Forstweg führt hinein in die stillen Bergwälder unterhalb des Herzogstands, dessen komplette Nordflanke man nun bis hinunter nach Schlehdorf am Kochelsee quert. Von Zell nach Gröben geht es nochmals 150 Höhenmeter bergauf mit tollen Ausblicken hinüber zum Herzogstand, das Estergebirge und Wetterstein. Schnelle Waldabfahrten wechseln sich ab mit flüssig zu fahrenden Schotterstraßen und Teerabschnitten. 

Zurück am Staffelsee fühlt sich diese Runde deutlich größer an, als es die nackten Zahlen vermuten lassen. Einsame Täler, anspruchsvolle Anstiege, technische Gravelpassagen und das türkisblaue Wasser des Walchensees machen sie für mich zu einer der schönsten Graveltouren in der Region.

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Tour 6: Vom Staffelsee durch die Ammergauer Alpen zum Plansee

Der kleine Bruder der “Königsrunde” – etwas kürzer, etwas entspannter, landschaftlich aber mindestens genauso beeindruckend. Vom Staffelsee führt die Route zunächst auf Teer vorbei an Moorwiesen Richtung Obernach, immer im Blick das Estergebirge, das Hörnle und der markante Gipfelaufbau der Großen Klamtspitze. Ab Obernach wechselt der Untergrund auf Schotter und man taucht in die weitläufigen Wälder zwischen Uffing und Bad Kohlgrub ein, die einen bis zur Ortsgrenze begleiten.

Über das idyllische Ammertal geht es im leichten Bergauf Bergab Richtung Oberammergau. Der markante Kofel wacht auf der rechten Talseite über dem Ort, während gegenüber die steile Nordflanke des Labers dominiert. Wer seine Flaschen auffüllen oder den Kalorienspeicher nachladen möchte, legt einen Stopp bei Krachs Laden für Panino und Espresso ein – oder gönnt sich ein paar Meter weiter ein leckeres Eis im Paradiso.

Hinter Oberammergau wird es merklich ruhiger. Das Graswangtal zählt zu den ursprünglichsten Ecken der Ammergauer Alpen und ist so gut wie unbesiedelt. Kleine Schotterwege führen mitten hinein in den Naturpark und fernab des Ausflugsverkehrs Richtung Schloss Linderhof. Kurz hinter dem einzigen Talort Graswang wechselt die Route auf die Straße, die sich mit der Linder, den teils engen Talboden, alleine teilt. Kurz nach den drei Serpentinen hinauf nach Ammerwald weitet sich das Tal für ein paar Kilometer, bevor es sich wieder verengt und nach rund 55 Kilometern und 850 Höhenmetern plötzlich den Blick spektakulär auf den Plansee freigibt.

Smaragdgrünes Wasser, eingerahmt von steil aufragenden Felswänden – einer dieser einfach schönen Orte, an denen man automatisch eine Pause einlegt. Im Sommer teilen sich Radfahrer, Wanderer, Camper, Motorradfahrer und Badegäste das Seeufer und jeder freie Zentimeter rund um den Campingplatz ist belegt. Sobald man aber weiter Richtung Seewinkel radelt und sich dort rechts hält, wird es ruhiger und man findet am Ufer viele kleine Seestellen, die sich perfekt für eine Pause und den Sprung ins glasklare Wasser eignen. 

Direkt im Anschluss folgt der spannendste Gravelabschnitt dieser Tour. Durch das tief eingeschnittene Neidernachtal geht es zuerst teils grobschottrig über ein paar weitläufige Serpentinen hinunter zum Talboden, bevor man dann auf feinstem Schotter mit Blick auf die Zugspitze hinunter nach Griesen rauscht. Ab der ehemaligen Grenzstation rollt es fast wie von selbst. Entlang der Loisach geht es abwechselnd auf Teer und Schotter immer leicht bergab Richtung Garmisch-Partenkirchen und weiter durch das idyllische Loisachtal bis nach Eschenlohe. Ein Pflichtstopp unterwegs ist das Energy Lab in Farchant – mein Happy Place im Oberland für hervorragenden Kuchen, hausgemachtes Bio-Eis und leckeren Kaffee von der lokalen Kaffeerösterei Wildkaffee. Ab hier sind es nochmals 35 abwechslungsreiche Kilometer. Über Grafenaschau, Westried und Berggeist erreicht man das Südwestufer des Staffelsees, bereits in Sichtweite zum Start- und Endpunkt dieser Runde. Die letzten Kilometer verlaufen direkt am Wasser entlang, bevor es dann durch eine Moorlandschaft und vorbei an Feuchtwiesen zurück nach Uffing geht. 

Wer jetzt noch Lust auf ein Kaltgetränk hat, holt sich dies im Alpenblick. Setzt sich damit an den See, streckt die Füße ins Wasser oder noch besser, hüpft einmal kurz rein und lässt diese coole Runde beim Blick über den See nochmals Revue passieren und plant in Gedanken schon die nächste Tour.

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Tour 7: Einmal rund um die Ammergauer Alpen

Die Königsrunde trägt ihren Namen völlig zurecht. Nicht nur wegen der 140 Kilometer und fast 1.700 Höhenmeter, sondern vor allem wegen der Landschaft, die einen vom ersten bis zum letzten Tritt begleitet. Zwischen Altenau und Trauchgau rollt man über das historische Königssträßchen durch dichte Fichtenwälder und das typische Allgäuer Cowland. Dahinter bauen sich die schroffen Gipfel der Ammergauer, Allgäuer und Lechtaler Alpen auf, ehe man Hohenschwangau und das weltberühmte Schloss Neuschwanstein erreicht.

Den Touristentrubel lässt man am besten schnell hinter sich. Wenige Minuten später wird es bereits ruhiger. Am Alpsee verläuft die Grenze zwischen Bayern und Tirol, bevor eine kurze Schotterabfahrt ins Tal nach Reutte führt. Von dort geht es auf einem nahezu autofreien Radweg direkt an den smaragdgrünen Plansee. Einer dieser Orte, an denen man das Bike am liebsten kurz ins Gras legt und einfach ins Wasser springt.

Von hier beginnt auch einer der schönsten Gravel-Abschnitte der gesamten Runde. Durch das tief eingeschnittene Neidernachtal rauscht man hinunter nach Griesen, während Zugspitze und Alpspitze immer wieder zwischen den Bäumen auftauchen. Jetzt liegen bereits zwei Drittel der Strecke und der Großteil der Höhenmeter hinter einem.

Entspannt rollt es anschließend entlang der Loisach Richtung Garmisch-Partenkirchen und weiter durch das idyllische Loisachtal bis nach Eschenlohe. Ein Pflichtstopp ist das Energy Lab in Farchant – für hervorragenden Kaffee, hausgemachtes Bio-Eis oder ein leckeres Stück Kuchen. Mit jedem Kilometer öffnet sich der Blick noch einmal auf das beeindruckende Wettersteinmassiv. Deshalb unbedingt hin und wieder kurz anhalten und umdrehen, um das großartige Panorama aufzusaugen.

Zum Abschluss wartet mit dem Murnauer Moos das größte zusammenhängende Moorgebiet Mitteleuropas. Ein letzter kurzer Anstieg führt in den historischen Ortskern von Murnau, bevor man die letzten Kilometer entspannt zurück nach Uffing an den Staffelsee kurbelt.

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Christian ist im Allgäu aufgewachsen und lebt mittlerweile mit seiner Familie am Staffelseee. Er liebt Campen und Kochen auf dem Einflammen-Outdoor-Herd. Wenn er nicht mit seinen zwei Jungs über Trails jagt, in den Monti Sibillini auf Trüffelsuche geht und Unternehmen in Sachen Brand Strategy berät, sitzt er entweder auf seinem Gravelbike, gleitet auf Pommesski über Skatingloipen oder zieht mit breiten Tourenski los. Bevorzugt vor der Haustüre, im Karwendel, in den Dolomiten und am Gardasee. Immer dabei eine gute Brotzeit und ein Wechselshirt.

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