Once in a lifetime - einmal mit der ganzen Family auf Bikepacking Tour gehen, ist seit langem ein Traum von mir. Geklappt hat es bisher nicht wirklich. Während des ersten Corona Sommers hatten wir eine kleine Mehrtagestour geplant. Aufgebrochen sind damals allerdings nur Paul, unser älterer Sohn und ich. Pezi, meine Frau, hatte sich kurz zuvor im Homeoffice die Bänder im Sprunggelenk überdehnt und Lolo, unser Jüngerer, hatte mit Pollen zu kämpfen und war nicht dafür zu motivieren.
Letztes Jahr habe ich die Idee nach langem mal wieder in den Familien Ring geworfen. Die Resonanz darauf war, sagen wir mal, gemischt: Von “Yesss, lass uns das unbedingt machen.” und “Boa, Digga, weiß nicht, vielleicht.” bis zu “Ich komme nur mit, wenn es eine Schlemmerreise wird, am besten in Italien: Focaccia mit San Daniele Schinken, Eis, kühle Getränke und Bistecca Fiorentina. Außerdem soll’s landschaftlich schön sein. Alte, historische Orte wären auch nice. Und zu anstrengend soll es bitte auch nicht werden.” Okay, da hat zumindest einer schon ziemlich genaue Vorstellungen.
So entstand die Idee, mit dem Rad von Bologna nach Rom zu fahren. Eine schöne und abwechslungsreiche Landschaft ist auf der knapp 600 Kilometer langen Strecke durch den Apennin, die Toskana und das nördliche Latium schon mal garantiert. Leckeres Essen, alte, pittoreske Dörfer und Städte ebenso und mit Rom am Ende ein absolutes Highlight. Viel mehr Geschichte und Kultur geht fast nicht. Nur das mit dem nicht so anstrengend, könnte eine kleine Herausforderung werden. Auch wenn uns auf der Strecke keine hohen Berge und Pässe wie in den Alpen erwarten werden, so geht es doch ständig bergauf und bergab.
Wird Lolo Bock haben, sich anzustrengen und seinen inneren Schweinehund immer wieder von neuem überwinden können? Oder wird er nach dem zweiten Tag maulen, streiken und komplett verweigern? Und was dann? Diese Frage stellen wir uns im Vorfeld immer wieder. Und wie bekommen wir den Leistungsunterschied unter einen Hut? Denn außer unserem 13-jährigen Lolo, meiner Frau Pezi und mir wird auch noch Paul unser 17-jähriger Sohn mit am Start sein. Er strotzt nur so vor Energie, steht ordentlich im Saft und fährt lieber schneller als langsamer. Alles andere wäre ja schlecht für den Strava Record ;-)
Trotz all der kleinen Zweifel entscheiden wir uns, das Familienprojekt durchzuziehen. Denn wir sind fest davon überzeugt, dass es uns als Familie enger zusammenbringen und den Jungs ein besonderes Erlebnis ermöglichen wird, das ihnen für immer in Erinnerung bleiben und im besten Fall auch neue Perspektiven eröffnen wird.
Start- und Zielort stehen fest, ebenso der Wunsch, dass wir Siena anschauen. Mehr aber auch nicht. Dass es so viele Möglichkeiten geben würde, diese drei Punkte zu einer Route zu verbinden, hätte ich im Leben nicht gedacht. Gefühlt ist die Toskana von abermillionen Asphalt- und Schotterstraßen durchzogen und ebenso vielen Dörfern und Städtchen, die man unbedingt einmal im Leben gesehen haben muss. Und dann gibt es da noch die Strade Bianche, die legendären weißen Schotterstraßen, auf denen sich sowohl die besten Rennradfahrer und -fahrerinnen der Welt batteln als auch die Retro Rennrad Community im Rahmen des L’Eroica Radrennens. Wenigstens ein paar davon möchte ich auf alle Fälle fahren.
Also bastel ich mit Hilfe von Komoot eine Route nach der anderen und versuche möglichst viele der vermeintlichen Highlights einzubauen, ohne die Höhenmeter aus dem Blick zu verlieren. Selten habe ich so viel FOMO gefühlt wie bei der Ausarbeitung dieser Route. Es gibt einfach zu viele interessante Optionen. Am Ende entscheiden wir uns für eine 9-tägige Variante von Bologna über Monghidoro, Borgo di San Lorenzo, Pontassieve, Regello, Montevarchi, Radda in Chianti, Siena, Asciano, Pienza, San Quirico d’Orcia, Radicofani, Bolsena, Montefiascone, Viterbo, Sutri, Monterosi und Sacrofani nach Rom.
Rund 570 Kilometer und 8.100 Höhenmeter mit landschaftlichen Highlights wie dem Chianti Gebiet, den Crete Senesi und dem Val d’Orcia. Klingt eigentlich ziemlich gut, zumindest in der Theorie.
Das Set-Up für jeden steht. Probe gepackt haben wir auch und der Zug für die Rückfahrt von Rom nach Bologna ist gebucht, ebenso alle Unterkünfte. Letzteres hat sich im Nachhinein als Gold wert erwiesen. Denn so steht jeden Tag fest, wo wir starten und wo wir übernachten werden und wie viele Kilometer und Höhenmeter uns erwarten. Die Radreisegruppe Wander is ready to go.
Bereits in den Tagen vor unserer Abreise nach Bologna macht sich eine leichte Aufgeregtheit breit. Jeder von uns vieren ist gespannt, wie es werden wird und ob wir es auch schaffen. Mit dem Start der Pfingstferien sitzen wir endlich im Sattel und das kleine Familienabenteuer kann endlich beginnen. Die ersten 20 Kilometer radeln wir durch Bologna und die südliche Agglomeration. Es ist hektisch, viel Verkehr und ständig müssen wir an Ampeln stoppen. So hat sich Lolo das ganze nicht vorgestellt. Die Stimmung ist leicht angespannt. Erst als wir unseren ersten Brotzeit-Stopp einlegen und er seine Focaccia mit San Daniele Schinken, Mozzarella und Tomaten in Händen hält, entspannt er sich allmählich.
Gestärkt geht es weiter, leicht bergauf durch ein Flusstal in Richtung Monghidoro, unserem heutigen Etappenziel. Paul ist mittlerweile genervt, weil es ihm nicht schnell genug geht. So entscheiden wir, dass er gemeinsam mit Pezi vorausfährt, um den 600 Höhenmeter Schlussanstieg in seiner Pace fahren zu können. Lolo und ich machen sicherheitshalber nochmals eine kleine Focaccia Pause. Langsam, sehr langsam, aber stetig schrauben wir uns durch eine saftig grüne Hügellandschaft den Anstieg hinauf. Alle 80 bis 100 Höhenmeter legen wir eine kurze Cola Powershots Pause ein. Er ist sichtlich erschöpft. Es ist heiß und die Gräserpollen kicken ordentlich. Und überraschenderweise kein Jammern oder Maulen. Richtig stark. In Monghidoro angekommen, werden wir von unserer Bergziege Paul in Empfang genommen. “Fast eine Stunde habe ich euch abgenommen”, schmettert er uns sichtlich stolz entgegen. Das muss gleich mit dem ersten Eis der Tour belohnt werden, bevor wir die restlichen Kilometer zu unserer Unterkunft im beschaulichen Bergdorf Piamaggio hinter uns bringen. Wie cool, die erste Etappe ist geschafft - 56 Kilometer und 900 Höhenmeter. Ohne Panne, Stürze oder Krisen! Auch wenn Pezi zwischendurch dachte, wir kommen nie an. Die Jungs hat aber eigentlich nur die eine Frage beschäftigt: wo das DFB Pokalfinale FC Bayern gegen Stuttgart schauen!?
| ETAPPE 1: Von Bologna nach Piamaggio | |
| Routenverlauf: | Bologna - Pianoro - Via Fondovalle Savena - Via del Mulini - Monghidoro - Piomaggio |
| Strecke: | 56 Kilometer |
| Höhenmeter: | 899 Meter |
| Tiefenmeter: | 147 Meter |
| Fahrzeit: | 4:15 Stunden |
Die Nacht war etwas unruhig. Nachdem wir anfangs das kleine B&B für uns alleine hatten, checkten spät abends doch noch zwei junge Italienerinnen ein und erfreuten sich laut gackernd bis 1.30 Uhr an unserem shared bathroom. Dementsprechend müde, aber bester Laune starten wir bei blauem Himmel und Sonnenschein in unsere zweite Etappe. Zum Warmfahren bleibt heute nicht viel Zeit. Gleich zu Beginn geht es hinauf zum 970 Meter hohen Passo della Raticosa, dem gleichzeitig höchsten Punkt unserer Bikepacking Tour. Es ist Sonntag und die Straßen sind voll mit freundlich grüßenden Rennrad Groupettos, aber auch höllisch laut röhrenden Motorradfahrern. Letztere erfreuen sich keiner überbordenden Beliebtheit bei der Wanderschen Radreisegruppe.
Landschaftlich wird es aber immer reizvoller. Mittlerweile sind wir in der Toskana angekommen und die Emiglia Romagna liegt hinter uns. Nach rund 20 Kilometern und vielen kleinen Auf- und Abstiegen erreichen wir mit dem Passo della Futa den zweiten Pass des heutigen Tages. Von nun an heißt es einfach rollen lassen. Über 25 Kilometer und 700 Tiefenmeter geht es bergab, mitten hinein ins Mugello Gebiet. Nur zwei kurze Gegenanstiege unterbrechen den Abfahrtsflow. Als wir durch die erste Zypressen Allee rauschen, sind alle wie elektrisiert und wollen unbedingt, dass wir einen Fotostopp einlegen. Normalerweise heißt es immer, “Eh man, musst du schon wieder anhalten und Fotos machen. Lass weiter.” Und jetzt müssen wir tatsächlich weiter, wenn wir es noch bis 13 Uhr ins nächste Dorf schaffen wollen, um unsere Wasser- und Focaccia-Vorräte aufzufüllen. In San Siero di Sieve finden wir nicht nur einen netten kleinen Alimentari, sondern auch eine leckere Eisdiele für die innere Abkühlung.
Es ist jetzt deutlich wärmer geworden. Man merkt, dass wir nicht mehr auf 1.000 Meter unterwegs sind. Zwischen Borgo San Lorenzo und dem Vetta del Croci Pass bekommen wir das erste Mal die weniger angenehme Seite von kleinen Nebenstraßen zu spüren: Das kleine Teerband steilt bis 22% auf und wirft uns regelrecht rückwärts vom Rad. Für Lolo absolut unfahrbar, trotz seiner perfektionierten Schlangenlinienbergauffahrtechnik. Also schiebe ich unsere zwei voll bepackten Bikes die steile Asphaltrampe hoch. Pezi und Paul haben sich schon vor dem Anstieg abgesetzt und sind wieder vorausgefahren. Während Pezi auf uns nach dem steilen Anstieg wartet, auch sie musste schieben, hat Paul schon den nächsten Anstieg hoch zum Passo dell’Alberaccio hinter sich gebracht, wo er auf uns wartet.
Ordentlich gekocht und paniert rollen wir nach 79 Kilometer, 1.100 Höhen- und über 1.700 Tiefenmeter in der Kleinstadt Pontassieve ein, unserem heutigen Etappenziel.
Nachdem wir gestern Abend Essenstechnisch wenig Glück hatten, ist der heutige Osteria-Tipp eines ehemaligen Chefs von Pezi, der mittlerweile in Florenz lebt, umso besser.
| ETAPPE 2: Von Piamaggio nach Pontassieve | |
| Routenverlauf: | Piamaggio - Passo del Raticosa - Passo della Futa - Santa Lucia - Panna - Galliano - San Piero a Sieve - Borgo San Lorenzo - Poggiolo Salaiole - Vetta del Croci - Molino del Piano - Pontassieve |
| Strecke: | 79 Kilometer |
| Höhenmeter: | 1.078 Meter |
| Tiefenmeter: | 1.736 Meter |
| Fahrzeit: | 5:07 Stunden |
Der verdammte dritte Tag. Leichte Erschöpfung hängt in der Luft und das Aufstehen fällt heute nicht ganz so leicht. Die ersten beiden Tage stecken in den Knochen, die Beine sind schwer und der Hintern tut weh. Ich brauch’ nen Physio, raunt Lolo in der Früh nach dem Aufstehen.
Dank leckerer Pistaccio Cornetti, Pan au Chocolats und Focaccia mit Parma Schinken, never change a running system, kommen wir allmählich wieder in Fahrt. Zum Glück steht heute die Etappe mit den geringsten Höhenmetern auf dem Programm. Von Pontassieve aus halten wir uns südwärts. Auf den ersten neun Kilometern bis Rignano sull’Arno haben wir es mit ziemlich viel Verkehr zu tun. Das trübt das eh schon müde Gemüt noch mehr und die Stimmung ist kurz vor’m Kippen. Erst als wir auf eine Nebenstraße hinauf ins Oliven-Mekka Regello abbiegen, entspannt sich die Verkehrssituation und damit auch die Laune.
Allerdings kommt Lolo heute gefühlt nur im Schneckentempo vorwärts. Und dann zickt auch noch seine Schaltung beim Hochschalten in die leichteren Gänge. Kein guter Tag, der dritte Tag. Da hilft nur ein Pizza Stopp in Regello, wo wir auch wieder auf Paul treffen, der wie jeden Tag die Vorhut macht. Landschaftlich ist die Strecke sehr schön. Mit Blick über die Olivenhaine bis hinüber ins Chianti rollen wir 300 Meter über dem Tal Richtung Loro Cuifenna, wo wir einen kurzen Gelato Stopp einlegen. Von hier aus sieht man schon den Höhenzug, über den wir morgen hinein ins Chianti Gebiet radeln werden.
Nach einer rasanten Abfahrt erreichen wir das geschäftige Montevarchi. Da die Schaltung noch immer zickt, suchen wir als erstes einen Bikeshop auf. Als Lolo’s Rad dann auf dem Montageständer thront und der Shop Besitzer rauf und runter schaltet als wäre nichts gewesen, sagt er mit einem Schmunzeln zu uns: “Tutto bene. Es ist so, dass der Schalthebel aufgrund der Lenkertasche nicht den ganzen Schaltweg nutzen kann und deshalb die Gänge beim Hochschalten nicht richtig reingehen.” Also rollen wir ab morgen die Tasche kleiner ;-) Nach einem kurzen Abstecher zum Supermarkt checken wir in unserer heutigen Unterkunft ein, duschen, kochen uns etwas Leckeres, spielen ein paar Partien Karten und gehen früh schlafen.
| ETAPPE 3: Von Pontassieve nach Montevarchi | |
| Routenverlauf: | Pontassieve - Rignano sull'Arno - Regello - Pian di Scò - Loro Cuiffenna - Terranuova Bracciolini - Montevarchi |
| Strecke: | 61 Kilometer |
| Höhenmeter: | 670 Meter |
| Tiefenmeter: | 596 Meter |
| Fahrzeit: | 4:14 Stunden |
Heute soll es laut Wetter App richtig warm werden. Deshalb versuchen wir früh loszukommen. Schräg gegenüber unserer Wohnung gibt es eine coole Bäckerei mit Café, perfekt für ein ausgiebiges Frühstück mit Cappuccino, deftig belegten Focaccias, Rosinen Schnecken und Pistazien Croissants.
Heute geht es gleich von Anfang an richtig zur Sache: Nach kurzem Einrollen folgt ein 550 Höhenmeter Anstieg mitten hinein ins Chianti Gebiet. Weinberge wechseln sich ab mit Olivenhainen. Auf den teils Zypressen gesäumten Hügeln thronen kleine Dörfer, Weingüter und imposante Anwesen. Genau so wie man sich die Toskana vorstellt. Im pittoresken Radda in Chianti legen wir unsere erste Pause ein und gönnen uns kühle Getränke, bevor es auf die weißen Strade Bianche Richtung Siena geht.
Das Gefühl ist gleich ein anderes, irgendwie ein bisschen mehr Abenteuer. Wie eine Achterbahn zieht sich das staubige Schotterband teils knackig steil bergauf und bergab durch den toskanischen Urwald, vorbei an Weinbergen, kleinen Weilern und schicken Ferienbauernhöfen mit Pool. Den ganzen Tag wundere ich mich schon, warum meine Arschrakete heute mehr schaukelt als die Tage davor. Bei der Brotzeitpause kommt sie wieder zum Vorschein, unsere Honigmelone, die wir eigentlich fürs Frühstück gekauft hatten, damit es mal etwas gesünderes als Croissants und Focaccia gibt.
Zum Abschluss der heutigen Etappe geht’s nochmals zur Sache. Die letzten Kilometer nach Siena und hoch in die Altstadt haben es in sich. Völlig paniert vom Schweiß und Staub kommen wir an unserer Bleibe für die nächsten zwei Nächte an. Mittendrin im Getümmel, direkt am Dom gelegen und nur zwei Minuten zu Fuß von der Piazza Il Campo entfernt. Die Wohnung ist ein Traum. Perfekt für einen Pausetag, den wir uns nach den heutigen anstrengenden 56 Kilometern und 1.079 Höhenmetern mal so richtig verdient haben.
| ETAPPE 4: Von Montevarchi nach Siena | |
| Routenverlauf: | Montevarchi - Radda in Chianti - Strada Arco del Castello - Vagliagli - SP 9 - Ponte a Bozzone - Siena |
| Strecke: | 56 Kilometer |
| Höhenmeter: | 1.079 Meter |
| Tiefenmeter: | 865 Meter |
| Fahrzeit: | 4:12 Stunden |
Nur so viel, ja ist voll, aber absolut sehenswert. Beindruckende Architektur und Kultur, einfach nur wow. Vor allem morgens, wenn die Stadt langsam erwacht und die Senesi in ihren Alltag starten, bevor die Massen an Tagesbesucher die engen Gassen und Plätze fluten, herrscht eine ganz besondere Energie. Eine Energie, wie sie eine italienische Stadt mit gut 52.000 Einwohner eben hat, auch wenn sie nicht zum Unesco Weltkulturerbe zählt. Und abends sowieso...
Der gestrige Downday war zwar keiner im wortwörtlichen Sinne, da wir gut 20.000 Schritte in Siena zurückgelegt haben, aber alle haben ihn gefeiert. Einen Tag nicht Radfahren, die coole Stadt erkunden, früh morgens mit den Locals Kaffee trinken, mehrmals leckeres Eis essen, Kultur und Geschichte inhalieren und abends an der Piazza Il Campo sitzen und die Menschen beobachten. Obendrauf eine schöne und gemütliche Wohnung, die man so eins zu eins nehmen würde. Ein absolutes Highlight unserer bisherigen Tour.
Davon beseelt schwingen wir uns früh morgens wieder auf unsere Bikes und verlassen die Stadt südostwärts. Unsere Route führt uns mitten durch die landschaftlich beeindruckende Crete Senesi ins mittelalterliche Dorf Asciano. Nach einer kurzen Pizzapause geht es weiter, immer bergauf bergab. In Sachen Höhenmeter wird der heutige Tag unsere Königsetappe der ganzen Tour werden. Teils auf den Spuren des legendären L’Eorica Radrennens radeln wir weiter südwärts, Richtung Val d’Orcia, das zu Recht unter UNESCO Weltkulturerbe steht.
Auf weißen Schotterstraßen kurven wir durch die saftig grüne Hügellandschaft, die sich mehr und mehr öffnet. Am Horizont zeichnet sich jetzt sichtlich erkennbar der 1.738 Meter hohe Monte Amiata ab. Er ist vulkanischen Ursprungs und die höchste Erhebung der südlichen Toskana.
Schon fast den ganzen Tag verfolgt uns eine dunkle Gewitter- und Regenfront. Bisher konnten wir ihr erfolgreich davonfahren, bis sie uns schließlich doch noch kurz vor unserem Etappenziel in Pienza einholt. Die charmante Kleinstadt aus der Renaissance gilt als erste am Reißbrett entworfene Musterstadt der Toskana und ist auch aufgrund ihrer beeindruckenden Lage hoch über dem Val d’Orcia besonders beliebt bei internationalen Tagestouristen. Entsprechend voll sind die engen Gassen und Plätze untertags. Gegen Abend jedoch, wenn es die letzten Tagesbesucher zurück in ihre Reisebusse gespült hat, entfaltet der Ort seinen wirklichen Charme. Beim Schlendern durch den Ort entdecken wir die kleine Bar Il Casello. Sie hat nicht nur das schönste Sundowner Panorama im ganzen Val d’Orcia, sondern serviert auch den leckersten Aperol Spritz auf der ganzen Tour. Nach zwei Drinks auf leeren Magen hat keiner mehr Lust zu kochen und so landen wir im Case Nuove, wo wir die heutige Highlight Etappe bei Bruschetta, Tagliatelle mit Wildschweinragout und Tiramisu ausklingen lassen.
| ETAPPE 5: Von Siena nach Pienza | |
| Routenverlauf: | Siena - Taverne d'Arbia -Asciano - Chisure - San Giovanni d'Asso - Lucignano d'Asso - Pienza |
| Strecke: | 61 Kilometer |
| Höhenmeter: | 1.220 Meter |
| Tiefenmeter: | 1.029 Meter |
| Fahrzeit: | 4:10 Stunden |
Das Wetter hat es sich über Nacht anders überlegt. Dunkle Wolken hängen über Pienza und Regentropfen prasseln auf uns nieder. Also erstmal Kaffee trinken und ein Cornetto essen. Laut Wetter App soll es den ganzen Vormittag schauern. Den Regen aussitzen macht demnach nicht so wirklich Sinn. Also radeln wir los. Im Notfall legen wir einfach im zehn Kilometer entfernten San Quirico d’Orcia nochmals eine Pause ein. Unseren kleinen geplanten Schotter-Loop zum Schauplatz einer Gladiator-Szene lassen wir zum Bedauern von Lolo links liegen. Wie sich herausstellen sollte, wäre das gar nicht notwendig gewesen, da der Regen schon bald nachlässt und es nur noch leicht nieselt. Nach einer Stunde ist der Spuk vorbei.
Heute stehen nur 44 Kilometer und 760 Höhenmeter auf dem Programm. Bereits den ganzen Tag begleitet uns am Horizont der erloschene Vulkan Rocca di Radicofani mit seiner markanten Hutform samt Festungsturm. An seiner Südflanke klebt das mittelalterliche Bergdorf Radicofani, unser Ziel für heute. Über eine aussichtsreiche Kammstraße, die von gelbem Ginster regelrecht eingerahmt wird, kurbeln wir dem Hut entgegen. Mit Ankunft im Bilderbuch Dorf kommt auch die Sonne wieder zum Vorschein.
Alle sind hungrig. Also machen wir uns auf die Suche nach etwas Leckerem, bevor wir in unserer Unterkunft einchecken. An einer kleinen Piazza, eingerahmt von alten Steinhäusern, entdecken wir den kleinen, sympathischen Alimentari Pane & Companatico, wo es allerhand lokale Köstlichkeiten gibt. Ein kleines kulinarisches Paradies mit super netten Betreibern und guten Vibes. Dagegen sind die Vibes in unserer Wohnung nicht ganz so gut. Deshalb entscheiden wir uns lieber nochmals essen zu gehen. Und das sollte sich als Glücksfall herausstellen. Denn dort bekommen wir die beste Pizza unserer ganzen Tour aufgetischt und obendrein noch einen lustigen Kellner, der es gut mit uns meint und uns zum Dessert dreimal das große Vin Santo Gedeck mit hausgemachten Cantucci aus dem Holzofen und dem bekannten italienischen Süßwein kredenzt. Es waren so viele Kekse, dass Pezi die nächsten zwei Tage davon snacken konnte und Paul war ganz begflügelt vom Vin Santo.
| ETAPPE 6: Von Pienza nach Radicofani | |
| Routenverlauf: | Pienza - San Quirico d'Orca - Contignano - Radicofani |
| Strecke: | 44 Kilometer |
| Höhenmeter: | 760 Meter |
| Tiefenmeter: | 470 Meter |
| Fahrzeit: | 2:50 Stunden |
Der Tag könnte nicht besser beginnen. Blauer Himmel, klare Luft, ein yummy Frühstück bei Pane & Companatico und die Aussicht auf den morgigen Pausetag mit Chillen am Pool. Entsprechend beschwingt gehen wir die heutige Etappe an und Lolo freut sich besonders über die Tatsache, dass es gleich zum Start über 500 Höhenmeter bergab geht.
Die teils recht holprige Schotterstraße schlängelt sich sehr scenic wie eine Schlange mitten durch die zerklüftete, grün gelb leuchtende Südflanke der Rocca di Radicofani. Richtung Süden kann man schon erahnen, dass es allmählich flacher werden wird. Bereits gestern haben wir im Ort viele Wanderer getroffen, die auf der Via Francigena unterwegs sind, einem Pilgerweg, der von Canterbury in UK bis nach Rom führt. Einige davon sehen wir heute wieder, da unsere Strecke abschnittsweise immer wieder auf der Pilgerroute verläuft.
Über Aquadependente, San Lorenzo Nuevo und unzählige Schotterstraßen erreichen wir den Bolsena See. An der Uferpromenade verspüren wir dezente Adria Vibes. Nach einem schnellen Eis zur Erfrischung nehmen wir den letzten Anstieg für heute in Angriff. Es geht vom Seeufer hinauf in die, aus dem 9. Jahrhundert stammende Kleinstadt Montefiascone. Dort haben wir uns für zwei Nächte bei Silvia und ihrem Mann einquartiert, die auf ihrem idyllischen Agriturismo Wein und Olivenöl produzieren und auch ein paar Ferienwohnungen vermieten. Wir werden super herzlich von den beiden empfangen und gleich auf eine kleine Exkursion durch die Geschichte der Region, der Etrusker und der Familie mitgenommen. Im Weinkeller verkosten wir ihren herrlich frischen Naturwein und das köstlich fruchtige Olivenöl. Das Beste ist aber der erfrischende Pool und die Freude auf den morgigen Downday. Kein Biken und kein Sightseeing. Nur am türkisfarbenen Pool chillen und der Natur lauschen.
| ETAPPE 7: Radicofani nach Montefiascone | |
| Routenverlauf: | Radicofani - Via Francigena (EV 5) - Proceno - Acquapendente - Strada Torretta - EV 5 - San Lorenzo Nuovo - EV 5 - Bolsena - Montefiascone |
| Strecke: | 75 Kilometer |
| Höhenmeter: | 1.040 Meter |
| Tiefenmeter: | 1.264 Meter |
| Fahrzeit: | 5:05 Stunden |
Der gestrige Pool Day kam genau richtig. Es hat sich irgendwie nach Urlaub angefühlt, auch wenn wir ja schon seit zehn Tagen in den Ferien sind. Vor allem bei Lolo macht sich eine gewisse Radlmüdigkeit breit und die Euphorie und Motivation der ersten Tage ist etwas verblasst. “Ich bin jetzt ehrlich gesagt fertig mit’m Radeln. Können wir nicht einfach gleich heute nach Rom fahren? Auf einem Verkehrsschild habe ich gesehen, dass es nur noch 90 Kilometer sind.”, meint er, als wir beim Frühstück über die heutige Etappe sprechen. So ein bisschen fühle ich ihn. Die landschaftlichen Highlights liegen definitiv hinter uns, denke ich mir. Aber wer weiß, vielleicht werden wir auch positiv überrascht.
Und so kommt es. Zwischen Montefiascone und Viterbo treffen wir auf das im Original erhaltene antike Steinpflaster der römischen Via Cassia, auf der bereits vor 2.000 Jahren Pilger und römische Armeen unterwegs waren. Und jetzt auch wir. Irgendwie ziemlich beeindruckend. Lolo unser Römer Fan, feiert’s, auch wenn wir auf der “Rüttelpiste” ganz schön durchgenudelt werden. It's not that deep!
Viterbo’s mittelalterliche Altstadt ist definitiv sehenswert und einen Besuch wert. Wir halten diesen jedoch relativ kurz, denn “Alte Steinhäuser und Kirchen haben wir jetzt schon genug gesehen. Lass weiter!” Also radeln wir weiter und es wird fast schon spektakulär, denn unsere Route führt mitten durch enge Tuffstein-Schluchten. Zwischen Weinreben, Olivenbäumen und Getreidefelder mischen sich immer öfter riesige Haselnuss-Plantagen. Die Provinz Viterbo gilt als zweitwichtigstes Anbaugebiet Italiens und große Unternehmen wie Ferrero und Loacker beziehen von dort ihre herkunftsgeschützten Haselnüsse für Nutella und Napolitaner Waffeln. In Sutri legen wir noch einen kurzen “Kühles Getränk” Stopp ein, bevor wir ein paar Kilometer weiter unseren “Palast der Winde” in den Outskirts von Monterosi beziehen und diesen mit einem selbst zubereiteten Festmahl gebührend würdigen.
| ETAPPE 8: Von Montefiascone nach Monterosi | |
| Routenverlauf: | Montefiascone - Via Francigena / EV5 - Viterbo - Via Francigena - Strada - Strada Gesù Nazareno - Tobia - Tre Croci - EV5 - Capranica - EV5 - Sutri - EV5 - Monterosi |
| Strecke: | 71 Kilometer |
| Höhenmeter: | 800 Meter |
| Tiefenmeter: | 1.030 Meter |
| Fahrzeit: | 4:26 Stunden |
Krass, jetzt ist er da, der letzte Tag unseres Bikepacking Trips nach Rom. Wir lassen es gemütlich angehen. Nach einem ausgiebigen Frühstück auf unserer Palast Terrasse packen wir ein letztes Mal unsere Bikes und rollen los. Gleich nach dem Ort landen wir fälschlicherweise auf der Autobahnauffahrt nach Rom. Lolo wollte schließlich möglichst schnell in die ewige Stadt kommen. Die beiden Jungs finden das überhaupt nicht lustig und ich muss mir allerhand anhören. Der Fehler ist zum Glück umgehend gefunden und wir finden schnell zurück auf den richtigen Weg. Auf schmalen, teils zugewachsenen Pfaden und Schotterwegen geht es Richtung Süden.
Als ich nach einer kurzen Pause wieder losfahre, fühlt sich das Rad irgendwie schwammig an. Und tatsächlich, da ist er, der erste Platten unserer Tour. Also Schlauch wechseln. Davor informiere ich aber noch schnell den Rest unserer Radreisegruppe, die bereits vorausgefahren sind, dass es etwas dauern wird. In der Zwischenzeit taucht Pezi wieder bei mir auf und meint, sie muss nochmals ein Stück zurückfahren, da sie einen ihrer Birkis verloren hat. Schon das zweite Teil, das sie auf der Tour verliert. Erst Vorgestern hat sich ihr Trikot aus dem Staub gemacht, als es hinten an der Arschrakete auslüften durfte. Ich pumpe mir währenddessen mit der kleinen Handpumpe nen dicken Arm, bis endlich der Reifen ins Felgenbett ploppt. Vorderes Laufrad wieder einbauen und auf zu den Jungs, die 500 Meter weiter, Handychillend im Schatten warten.
Auf halber Strecke dorthin, die ja wirklich kurz ist, sehe ich etwas auf dem Weg liegen. Ich glaub’s nicht. Es ist Pezi’s olivgrüner Birki, fein säuberlich zwischen zwei Steinen drapiert. Schon seltsam, den hätte sie eigentlich sehen müssen, als sie dort vorhin vorbeigefahren ist. Anyway, ich rufe sie an und lass sie wissen, dass er wieder aufgetaucht ist. Nochmals Glück gehabt. Zumindest was den Birki angeht. Denn als sie wieder bei uns eintrudelt, zeigt sie bedeutungsvoll auf ihr Hinterrad: “Ich glaub’, ich hab’ jetzt auch nen Platten.” Ne, oder! Jetzt war acht Tage nichts und dann innerhalb von einer halben Stunde zwei. Da ihr Hinterreifen nur langsam Luft verliert, versuche ich es erstmal mit Aufpumpen. Die Luft hält eigentlich ganz ok. Also Radeln und Pumpen wir die nächsten 20 Kilometer, was das Zeug hält.
Nach dem zehnten Stopp habe ich keinen Bock mehr und ziehe ihr schließlich doch einen neuen Schlauch ein. Jetzt können wir die restlichen 30 Kilometer ohne nervige Pump-Stopps nach Rom durchballern, direkt am Tiber entlang bis ins Centro.
Was für ein großartiges Gefühl, als wir zu viert auf dem Petersplatz einrollen. Da haben Pezi und ich fast a bisserl Pippi in den Augen, vor lauter Stolz, dass wir es gemeinsam so gut geschafft haben. Über die Villa Borghese radeln wir die letzten Kilometer quer durch die Stadt bis zu unserer netten Bleibe im Uni-Viertel Nomentano.
Auf der Uhr stehen 568 Kilometer und 8.153 Höhenmeter. Mega cool oder wie die Jungs sagen würden, “stabil”!
| ETAPPE 8: Von Monterosi nach Rom | |
| Routenverlauf: | Monterosi - Via Francigena / EV5 - Sacrofano - Casale Prima Porta - EV5 - Rom |
| Strecke: | 68 Kilometer |
| Höhenmeter: | 607 Meter |
| Tiefenmeter: | 813 Meter |
| Fahrzeit: | 4:07 Stunden |
Auch wenn die Stadt total überlaufen ist, ist sie immer wieder eine Reise wert. Wir laufen und fahren quer durch die Stadt, besichtigen das Kolosseum mit einer französisch sprachigen Führerin, war die einzige Möglichkeit noch Tickets zu bekommen, staunen Bauklötze im Petersdom, bekommen einen Drehwurm beim Erklimmen der 123 Meter hohen Kuppel, von wo aus man eine atemberaubenden Aussicht in den Dom und über die Dächer der ewigen Stadt hat. Forum Romanum, Monumento a Vittorio Emanuele II, Trastevere, Piazza Navona, Trevi Brunnen, Spanische Treppe, Pantheon. Alles klappern wir ab. Dazwischen Pizza Slices bei Fratelli Trecca, Schiacciate bei All’Antica Vinaio, Tiramisu bei Two Sizes und Eis bei La Romana dal 1947. So eine geschichtlich und historisch spannende Stadt zu erkunden, ist bei den Temperaturen und Menschenmassen irgendwie auch anstrengend, stellen wir unisono fest. Umso mehr feiern wir unser entspanntes Viertel mit all seinen kleinen Restaurants, Bars und Cafés. Allen voran das Ristorante Mamma Orso, mein kulinarisches Highlight der ganzen Tour.
In nur vier Stunden rauschen wir nach zwei Wochen Unterwegssein mit dem Zug zurück nach Bologna, wofür wir uns mit dem Rad neun Tage Zeit gelassen haben. Es ist genau die Langsamkeit des Reisens, die Paul und Lolo nachhaltig beeindruckt hat. Man sieht viel mehr, nimmt ganz andere Dinge wahr, wie zum Beispiel Gerüche. Und kommt auch viel leichter in Kontakt mit Menschen. Und trotz der langsamen Geschwindigkeit hat man das Gefühl, vorwärts zu kommen.
Auf die Frage, ob sie Lust hätten, so einen Bikepacking Trip mal wieder zu machen, meint Paul sofort, “Ja klar, definitiv. Wo geht’s hin?” Lolo dagegen ist nicht ganz so euphorisch, aber auch nicht ganz abgeneigt, “Yo, irgendwann schon, aber nicht unbedingt gleich wieder im nächsten Urlaub!” Für Pezi war es auf alle Fälle einer der besten, wenn nicht der beste Familienurlaub. Sie wäre am liebsten weiter bis Sizilien geradelt. Und ich, ich wäre natürlich mit ihr weiter geradelt. GIG - Geradelt ist geil!
UNSERE ROUTE
Auf unserer Bikepacking Tour von Bologna nach Rom legten wir rund 570 Kilometer und 8.100 Höhenmeter (variiert je nach GPS Gerät) verteilt auf neun Etappen zurück.
AN- UND RÜCKREISE
Wir sind mit dem PKW nach Bologna gefahren und haben diesen dort für zwei Wochen geparkt, da die Rückreise von Rom mit dem Zug samt Rädern an einem Tag nicht immer klappt. Von Rom zurück nach Bologna sind wir mit dem Zug gefahren, was mit Rädern top funktioniert hat. Die Radmitnahme ist in Regionalzügen sowie in Intercitys möglich. Bei letzteren ist die Radkapazität allerdings überschaubar. Deshalb sollte man unbedingt die Räder bei der Ticketbuchung mit reservieren. Für die vierstündige Zugfahrt haben wir für uns vier inkl. Bikes 85 Euro bezahlt. Eine Alternative zur Bahn oder dem PKW ist der Flixbus. Allerdings könnte es schwierig werden mehrere Räder im Bus unterzubringen.
BESTE JAHRESZEIT
Am schönsten ist es von Mai bis Anfang Mitte Juni, wenn alles grün ist und blüht. Danach wird es temperaturtechnisch ziemlich heiß. Ab Mitte September bis Ende Oktober öffnet sich ein zweites radelfreundliches Zeitfenster. Es ist noch immer spätsommerlich warm und meist recht beständig vom Wetter. Ideal zum Radeln und Sightseeing.
ÜBERNACHTEN
Wir haben alle Unterkünfte im Voraus gebucht, was ich noch nie gemacht habe. Da ich jedoch im Zuge der Routenplanung festgestellt habe, dass auf booking.com und auch AirBnB die Auswahl an verfügbaren und auch bezahlbaren Unterkünften rund um unsere Etappenorte sehr limitiert war, blieb uns nichts anderes übrig. Im Nachhinein waren wir mega froh, dass wir es so gemacht haben. Denn das hat uns die lästige Suche von unterwegs aus erspart. eine deutlich preisgünstigere Alternative zu Pensionen, Hotels oder Apartments ist Zelten. Allerdings ist die Campingsplatzdichte im Inland der Toskana gar nicht so groß. In unserem Fall hätten wir die Route anders planen müssen. Und on top hätten wir auch deutlich mehr Gepäck transportieren müssen. Fürs nächste Mal jedoch definitiv eine Option.
