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Levanto, das italienische Hossegor

Oft sind die Spots, die nicht jeder kennt, die besten oder zumindest die charmantesten. Vor allem wenn man eine persönliche Beziehung zu diesen Orten hat. So geht’s Maximilian Meisberger mit Levanto in Italien. Er nimmt uns mit zu einem Surftrip in die italienische Kleinstadt.

Mit Levanto, dieser kleinen Stadt zwischen Genua und La Spezia verbindet mich eine sehr lange Beziehung. Besser gesagt war und ist Levanto unser familiäres Reisedomizil. Seit 1990 sind wir in den Oster- oder Pfingstferien dorthin gefahren, die kleinen Dörfer rund um Cinque Terre abgewandert, haben mit den Freunden vom Camping Aqua Dolce gegen die heimische Jugendauswahl Fußball gespielt, riesige Staudämme am Meer gebaut und später auf Stadtfesten mit der Ferienliebe rumgeknutscht. Ich bin mit dieser kleinen Stadt groß geworden.

Wenn die Hauptsaison im September endet, die unzähligen Liegestühle vom Strand geräumt werden, weil die ersten starken Herbststürme über das Mittelmeer hereinziehen, kann man in Levanto neben all den Vorzüglichkeiten vor allem eins erleben: unglaublich gute Wellen.

Die große Bucht bietet sehr viele Möglichkeiten, je nachdem aus welcher Richtung die Wellen kommen. An einem guten Tag kann es schnell passieren, dass 200 Leute auf dem Wasser sind, es wird mit - und auch übereinander gesurft. Der Stimmung im Wasser schadet das aber meistens nicht, irgendwie italienische Gemütlichkeit.

Unzählige Male sind wir mit Freunden aus Innsbruck über den Brenner dorthin gedüst, teils um nur einige Stunden aufs Wasser zu kommen. So schnell die Wellen kommen, so schnell sind sie wieder weg. Gemeinsame Abende bei gutem Essen mit den Locals und Freunden von überall her haben bisher jeden Kurztrip zu einem Erlebnis gemacht.

An einem kalten Januartag vor ein paar Jahren sitze ich neben Gabo Raso im Wasser, wir kommen ins Gespräch. Er besitzt einen Surfshop in Levanto, arbeitet zudem am Bau, seiner Familie gehört die Bäckerei im Ort und der Onkel organisiert die heimische Radmannschaft. Wir tauschen unsere Erlebnisse über das Großwerden mit dem Ort, das Leben und unsere Surfleidenschaft aus. Es entsteht eine Freundschaft, für die ich sehr dankbar bin.

Zu einem wöchentlichen Ritual ist die Beobachtung der Wellen im Mittelmeer von zuhause aus geworden. Anfang nächster Woche wird’s nicht anders sein. Montag ist noch ziemlich ungenau, Mittwoch schon besser und Donnerstag wird entschieden. Benno, Andi, Alex, Sani oder Sascha wer ist dabei?

Fotos von Sani Alibabic

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